Ihr habt sicherlich schon mitbekommen: Wieder sind drei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan umgekommen.
Verteidigungsminster Jung von der CDU weigert sich aber nach wie vor, von einem Krieg zu sprechen. Ja, wenn es kein Krieg ist, was ist es dann? Etwa eine „humanitäre Interventionen“, bei der nebenbei noch ein paar Menschen, ganz gleich, welcher Angehörigkeit, ermordert werden?
„Eine Intervention kann alles Mögliche sein, aber nicht humanitär.“ (Gregor Gysi, Die Linke)
Der Irrsinn muss endlich ein Ende haben, wann begreift die Nato endlich, dass mit Krieg keine Probleme gelöst werden können?
„Krieg ist niemals als Mittel zu gebrauchen. Nicht einmal als Letztes. “ (Gregor Gysi, Die Linke).
Sei es nun Verteidigungsminister Jung oder auch Außenminister Steinmeiner, sie können es drehen und wenden, wie sie wollen, ihr „militärische Kampfeinsatz“ ist und bleibt ein Krieg. Was war noch einmal mit dem Versprechen, dass vom deutschen Boden nie mehr ein Krieg ausgehen dürfe?
Es ist für mich offensichtlich, wieso sie sich weigern, von einem Krieg zu sprechen… Den Wählern vertuschen, was da draußen wirklich vor sich geht.
Ich wage zu behaupten, dass wir schon viel weiter wären, wäre man tatsächlich der Strategie der zivilen Hilfe nachgekommen. Nur so kann dem Terror nämlich der Nährboden entzogen werden.
Dazu später noch mehr, wenn ich das Wahlprogramm der Linken vorstelle. Und ja, ich bin stolz darauf, dass wir die einzige Anti-Kriegs-Partei Deutschlands darstellen.
Wie viele Menschen müssen noch sterben, Frau Merkel?
Krieg?
Krieg ist nichts Anderes als ein Konflikt, bloß auf großer und weitaus brutalerer Ebene.
Ich kann Krieg zwar nicht gutheißen, finde aber auch, dass ein Krieg nicht unbedingt sinnlos ist.
Worüber man sich seine Meinung bilden sollte, ist der Grund für den Krieg, der Grund für den Einstieg in den Krieg und ob der Krieg etwas von sich verspricht, oder wirklich absolut hirnverbrannt ist.
Von: ZakuAbumi am Juni 26, 2009
um 14:12
Ich halte Krieg für kein probates Mittel, um Probleme zu lösen. Für mich gibt es bei einem Krieg keine Sieger, sondern letztendlich nur Verlierer.
Ein Sänger sagte einst: „Ich glaube nicht an intelligente Bomben, sondern nur an intelligente Menschen.“
Es gibt andere Wege. Nur müssen die Menschen dazu bereit sein. Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Kriege. Ich hoffe, dass wir irgendwann der Spirale der Gewalt entrinnen können.
Von: Gintoki am Juni 27, 2009
um 00:29
Wenn Seite A mit dem Krieg beginnt, dann ist das Einzige, was ihr entgegengesetzt werden kann, leider Gottes auch nur Krieg.
Somit muss B eingreifen, denn wenn A weitermacht, nimmt das Ganze nie ein Ende und die Lage würde sich nur verschlechtern.
Ein Krieg dient ja auch nur zur Verbesserung einer Lage, auch wenn ich da nicht unbedingt einen Vorteil drin seh.
Aber wenn der Krieg schon angefangen hat, kann meist nur mit Krieg zurückgeschlagen werden, um so den Frieden zu erreichen, Reden werden meistens ja ignoriert.
Das ist so und ich heiße das auch nicht gut, meine aber, dass ein Krieg durchaus eine Problemlösung sein kann, ganz gleich, wie hoch die Verluste sind.
Wenn A reingeht, um B aus welchen Gründen auch immer, fertig zu machen, kann ich das NICHT verstehen.
Wenn B reingeht, um nicht von A fertig gemacht zu werden, kann ich das verstehen.
Wenn aber noch C reingeht, was eigentlich nicht beteiligt ist, ist das ziemlich fragwürdig und wenn es nur aus persönlichem Vorteil reingeht, kann ich das auch nicht verstehen.
Von: ZakuAbumi am Juni 27, 2009
um 15:09
Eben, das ist ja das Problem.
Das ganze führt dann zu einer Spirale der Gewalt, wie wir schon lange im Nahen Osten sehen können. Diese Kriege bringen nur Leid und Tod, sonst nichts. Es wird Zeit, dieser Spirale zu entrinnen.
Denn es bring überhaupt nichts, wenn man sich ständig nur mit Raketen antwortet, da müssen Gespräche her.
Es gibt verschiedene Ansätze. Ich schlage daher vor, die Nato aufzulösen und durch ein Verteidigungsbündnis zu ersetzen, dass die Einsatzmöglichkeiten des Militärs beschränkt. Nach Möglichkeit soll auch Russland ins Boot geholt werden, grenzt man das Land ständig aus, wird man sich nie annähern.
Zudem muss das Völkerrecht endlich eingehalten werden. Die Länder müssen sich ausdrücklich dazu verpflichten. Seien es die Kriege in Kosovo, Irak oder Afghanistan, sie sind allesamt völkerrechtswidrig.
Dann wäre da noch die Gründung der Staaten Israel und Palästina mit festen Grenzen. Nur so kann man Stabilität erreichen.
Wusstest du übrigens, dass Deutschland der drittgrüßte Waffenexporteur ist? Es ist ein Skandal, dass man Waffen statt Brot nach Afrika liefert. Gysi hat eine internationale Behörde vorgeschlagen, die die Waffenexporte überwachen und Lieferungen in Länder der dritten Welt unterbinden soll. Ich halte das für eine gute Idee.
Jedenfalls ist so etwas wie der Lissaboner Vertrag der völlig falsche Schritt. Er sieht Aufrüstung statt Abrüstung vor.
Einen Krieg anzufangen ist immer falsch, denn Kriege sind nicht zu gewinnen. Es gibt immer andere Wege, aber die Länder müssen auch bereit sein, diese zu gehen.
Hach, was leben wir in einer Zeit, in der Atombomben die einzige Lebensversicherung für einige Länder darstellen…
Von: Gintoki am Juni 28, 2009
um 21:22
„Es wird Zeit, dieser Spirale zu entrinnen.“
Die USA sind dank Bush allerdings wegen dem Erdöl(des wars doch, oder?) in der Zwickmühle…
Hören sie auf, steht alles still, weitermachen kostet aber ne Menge Geld und Leben.
Das mit dem Erdöl könnte man durch Handeln und Diskutieren lösen, dasselbe gilt wohl auch für den Krieg.
„Es ist ein Skandal, dass man Waffen statt Brot nach Afrika liefert.“
Seconded.
„Einen Krieg anzufangen ist immer falsch, denn Kriege sind nicht zu gewinnen.“
Man kann allerdings trotz hoher Opferzahlen die Lage zum Besseren wenden(wobei die Leben der Opfer eigentlich wichtiger sind…).
Denn der Sieger soll den Verlierer ja irgendwie unterweisen, sodass nach dem Krieg Frieden herrscht(leichter gesagt als getan.).
Auch ganz interessant:
Das lateinische Wort für Frieden heißt „pax“, das dazugehörige Verb „pacare“, was so viel wie unterwerfen heißt.
Der vernünftig denkende Politiker sollte sich eigentlich immer die Beweggründe vor Augen halten und gut nachdenken, ob der Krieg jetzt wirklich einen Nutzen hat oder einfach nur komplett lächerlich ist.
Von dem, was ich gehört habe, scheint Letzteres leider im Irak-Krieg der Fall zu sein.
Man kann den Krieg nicht einfach beenden, das ist klar, aber man sollte zumindest ab dem Punkt aufhören, ab dem es nur um Geld, Ansehen oder Sonstiges geht, also wenn die Gründe für den Kriegseintritt hirnverbrannter Schwachsinn sind.
Das wird leider viel zu oft unter den Tisch gekehrt…
Man sollte den Leuten auch vor Augen halten, für wen oder was eigentlich bekriegt wird.
Zum Rest: Das ist zwar leider leichter gesagt als getan, aber man sollte zumindest Prioritäten setzen und über solche Dinge diskutieren, als Gesetz XY, welches absolut unterbelichtet ist, zu erlassen.
Von: ZakuAbumi am Juni 29, 2009
um 15:18